Thrombose der Aftervenen (Afterrandknoten)

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Die Thrombose in einer Aftervene tritt oft plötzlich ohne erkennbare Ursache auf. Häufig besteht aber ein Zusammenhang mit der Stuhlentleerung, insbesondere, wenn der Stuhl bei chronischer Darmträgheit und Ballaststoffmangel zu hart ist und nur mit hohem Pressdruck abgesetzt werden kann. Zuweilen entstehen diese Thrombosen, wenn ein schwerer Gegenstand angehoben wurde, weil auch dabei höherer Druck im Bauchraum entstehen kann.

 Symptomatisch sind die plötzlichen sehr heftigen Schmerzen. Am Rand des Darmausgangs kann man nach kurzer Zeit einen bis haselnussgrossen, harten, sehr berührungsempfindlichen Knoten tasten. Gelegentlich können die Knoten auch platzen, was zu starken Blutungen führt - der quälende Druckschmerz lässt dann schlagartig nach. Fälschlicherweise wird er oft als »äußere Hämorrhoide« bezeichnet. Wegen der starken, wochenlang anhaltenden Schmerzen muss trotzdem sofort der Therapeut aufgesucht werden. Bei rechtzeitiger Diagnose der Thrombose in den ersten Tagen wird der Knoten meist unter örtlicher Betäubung aufgeschnitten und das Gerinnsel herausgedrückt. Dadurch erzielt man sofortige Schmerzlinderung und baldige Abheilung. Wenn die chirurgische Öffnung des Knotens nicht möglich ist, erfolgt die Behandlung äußerlich und innerlich durch schmerzlindernde, gerinnungshemmende Arzneimittel, die vom Fachmann verordnet werden müssen.

Da Thrombosen der Aftervenen häufig in Beziehung zu inneren Hämorrhoiden und chronischer Darmträgheit mit hartem Stuhl stehen, beugt man ihnen am sichersten durch ballaststoffreiche Ernährung und frühzeitige Behandlung der Hämorrhoiden vor. Um zu vermeiden, dass bei Ihnen diese Thrombosen immer wieder auftreten, können Sie vorbeugend eine häufige Begleiterscheinung der Afterrandknoten, nämlich die krankhaft vergrößerten Hämorrhoidalknoten, behandeln, d.h. verkleinern lassen, und zwar durch eine Sklerosierung oder eine Ligaturbehandlung.