Was sind Hämorrhoiden

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Bei den Naturvölkern kommen Hämorrhoiden nur selten vor, während in den Industriestaaten rund 50 % aller Bewohner darunter leiden. Das verdeutlicht, dass zivilisationsbedingte Fehler der Ernährung und Lebensweise als Ursachen eine wichtige Rolle spielen. Das Wort Hämorrhoiden stammt aus dem Griechischen und bedeutet „blutfließende Adern“. Oft bezeichnet man sie grob vereinfachend als Krampfadern am After, aber das stimmt trotz der ähnlichen Ursachen nicht. Die Hämorrhoiden betreffen auch nicht nur Venen, sondern ebenso die Arterien in den Hämorrhoiden Geflechten.

 Als Hämorrhoiden bzw. - noch genauer - als Hämorrhoidalpolster bezeichnet man die bei jedem Menschen im oberen Analkanal gelegenen schwammartigen Polster aus Blutgefäßen (lat. Corpus cavernosum recti). Fälschlicherweise (und auch der Einfachheit halber) spricht man oft von Hämorrhoiden, wenn eigentlich ihre krankhaften Veränderungen gemeint sind, also ihre Vergrößerungen und Entzündungen, das sogenannte Hämorrhoidalleiden.

Die Gefäßpolster oder -knoten liegen etwa vier bis fünf Zentimeter vom äußeren Analring entfernt oberhalb der Linea dentata, der wellenförmigen Grenzlinie, die die Auskleidung des Analkanals von der des Mastdarms trennt. Sie sind ein wichtiger Bestandteil des „analen Verschluss Apparates“ und sorgen für die notwendige Feinabdichtung des Enddarms gegenüber Gasen und Flüssigkeiten. Der typische Aufbau der Hämorrhoidalpolster mit ihren Zuflußsperren (den sogenannten Sperrarterien) und ihren den Abfluss drosselnden Gefäßen (den sogenannten Drosselvenen) dient dieser Schwellkörperfunktion in optimaler Weise: Dieses feinverzweigte Gefäßgeflecht ermöglicht eine rasche Vergrößerung oder Verkleinerung dieser Polster. Sie werden so zu kissenartigen „Abdichtungen“, die den Verschluss des Analkanals wesentlich unterstützen. Entsprechend den jeweiligen Erfordernissen füllen oder leeren sich dabei die Polster und garantieren so die effektive Abdichtung des Analkanals einerseits und die reibungslose Entleerung andererseits. In der Verschlußphase sind sie ständig prall mit Blut gefüllt; erst während des Stuhlgangs, wenn sich die Schließmuskeln entspannen, laufen sie durch Öffnung ihrer Drosselvenen leer und legen sich seitlich an den Analkanal an.

Die Hämorrhoidalpolster sind von einer Schleimhaut überzogen, in der winzige haarfeine Gefäße vorhanden sind. Vergrößern sich die Hämorrhoidalpolster über das normale Maß hinaus wird die sie überziehende Schleimhaut, die von feinsten Blutgefäßen (den sogenannten Haargefäßen) durchzogen ist, überdehnt und entzündet sich schließlich. Es entsteht das Hämorrhoidalleiden. Gleiten dann an diesen vergrößerten, prall aufgespannten Hämorrhoidalknoten sperrige, feste Stuhlbestandteile vorbei oder wird beim Stuhlgang zu stark gepreßt, können die kleinen Haargefäße sogar aufreißen und bluten.

Bei den vergrößerten Hämorrhoidalknoten, die sich zudem langsam nach außen bewegen, kann der „Feinabschluß“ verständlicherweise nicht mehr gewährleistet werden – also der After wird „undicht“. Es treten weitere typische Beschwerden auf, die weiter im Artikel die Symptome der Hämorrhoiden beschrieben sind.

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