Therapie der Krampfadern

Sanfte Selbstmassage

Als passive Behandlungsmaßnahmen spielen Massagen bei Krampfadern keine so wichtige Rolle. Der Therapeut kann vor allem durch Bindegewebsmassage oder manuelle Lymphdrainage die übrige Behandlung sinnvoll ergänzen. Selbstmassage der Beine ist bei Krampfadern problematisch, bei falscher Durchführung kann sie die Krankheit sogar erheblich verschlimmern. Strikt untersagt sind Massagen in jeder Form selbstverständlich bei Venenentzündungen und Thrombosen. Zur Entstauung und sanften Anregung der venösen Durchblutung eignen sich am besten sanfte Streichmassagen, die man wie folgt durchführt:

Flach auf den Rücken legen, das rechte Bein beugen und mit beiden Händen gleichzeitig den Unterschenkel etwas oberhalb des Fußknöchels umfassen; nun wird das Bein langsam nach vorne oben ausgestreckt, wobei es durch die Hände gleitet; die Hände werden bis zur Leistenbeuge emporgeführt und streichen das Blut Richtung Herz aus. Sinngemäß behandelt man das linke Bein. Die Massage soll abwechselnd rechts und links durchgeführt werden, insgesamt 3- bis 4-mal hintereinander. Nach Möglichkeit wendet man sie täglich 3-mal an, vor allem nach längerem Stehen oder Sitzen.

 Ehe man die Selbstmassage anwendet, muss aber unbedingt sichergestellt sein, dass keine Venenentzündungen oder Thrombosen bestehen. Beim geringsten Zweifel muss vorher der Therapeut befragt werden. Er kann bei Bedarf auch andere Massagetechniken anwenden oder den Patienten dazu anleiten.

Stützstrümpfe und Druckverbände

Auch die Stütz-, Druckstrümpfe und Druckverbände, die bei Beinvenenleiden oft angewendet werden, gehören zu den passiven Maßnahmen und eignen sich deshalb in der Mehrzahl der Fälle nicht zur Langzeitbehandlung und schon gar nicht zur Vorbeugung von Krampfadern. Dauergebrauch lässt die »Venen-Muskel- Pumpe« oft noch weiter erschlaffen, den Betroffenen bleibt dann überhaupt nichts anderes mehr übrig, als diese Hilfsmittel lebenslang zu verwenden. Außerdem empfinden viele Patienten die Strümpfe oder den Verband vor allem bei warmem Wetter als sehr lästig. Trotz aller Nachteile und Einwände sind Stütz-, Kompressionsstrümpfe oder Druckverbände keinesfalls überflüssig. Wenn der Patient unter ihrem Schutz durch ausreichend Bewegung (die sonst vielleicht wegen drohender Komplikationen nicht erlaubt wäre) konsequent die »Venen-Muskel-Pumpe« kräftigt, können sie für einige Zeit durchaus berechtigt sein. Auch bei chronischen Unterschenkelekzemen und -geschwüren kommt man bis zur Heilung meist nicht ohne diese passive Stützung der Venenwände von außen aus, bei Venenentzündungen und Thrombosen sind sie immer notwendig, um Embolien und das postthrombotische Syndrom zu vermeiden. Die Strümpfe und Verbände üben durch ihre Zugkraft von außen Druck auf die erweiterten Venen aus, pressen sie zusammen und schließen die Venenklappen wieder fester. Deshalb werden die Blutstauungen in den Beinvenen rasch beseitigt und die Beschwerden deutlich gebessert. Allerdings kehren die Symptome zurück, sobald man den Verband oder die Strümpfe ablegt. Deshalb müssen sie morgens vor dem Aufstehen angelegt und bis zum Schlafengehen getragen werden. Zur Kompressionsbehandlung von außen stehen die folgenden 3 Möglichkeiten zur Verfügung:

• Stützstrümpfe, die einfachste Hilfe, deren Zugkraft aber nur bei leichteren Beschwerden ausreicht; sie sind angenehmer als Kompressionsstrümpfe und Druckverbände zu tragen und schwächen auch die »Venen-Muskel-Pumpe« nicht übermäßig; allerdings genügt ihre Wirkung gerade in den Fällen, die eine Druckbehandlung von außen unbedingt erforderlich machen, häufig nicht, so dass sie sich oft als überflüssig oder sogar schädlich erweisen; die gesetzlichen Krankenkassen tragen die Kosten der einfachen Stützstrümpfe nicht.

• Kompressions-(Druck-)strümpfe, bei denen man je nach Zugkraft die schwächeren der Kompressionsklasse I und die stärkeren der Kompressionsklasse II unterscheidet; sie müssen genau nach Maß angefertigt werden, die Kosten übernimmt die gesetzliche Krankenkasse, sofern der Therapeut den Druckstrumpf verordnet. Der Vorteil der Kompressionsstrümpfe besteht vor allem darin, dass sie auch bei ausgeprägten Krampfadern und (mit Erlaubnis des Therapeuten) bei Venenentzündungen und Thrombosen ausreichende Bewegungstherapie ermöglichen.

• Kompressions-(Druck-)verbände kommen bei ausgeprägten Krampfadern, die anders nicht gebessert werden können, Ekzemen, Unterschenkelgeschwüren, Venenentzündungen, Thrombosen und zur Nachbehandlung nach Verödung oder Operation in Frage. Sie dürfen nicht länger als unbedingt erforderlich getragen werden (die Entscheidung liegt beim Fachmann); die Zeit muss genutzt werden, um durch aktive Behandlungsmaßnahmen die »Venen-Muskel-Pumpe« so zu stärken, dass man zu Kompressions- und später zu einfachen Stützstrümpfen übergehen kann, bis man auch diese schließlich nicht mehr benötigt. Der Kompressionsverband wird stets nach Anleitung durch den Therapeuten angelegt; dabei ist viel Sorgfalt erforderlich, um zu vermeiden, dass sich das Venenleiden noch verschlimmert.

Beseitigung der Darmträgheit

Wenn sich der Stuhl mangels ausreichender Zufuhr von Ballaststoffen (früher Rohfasern genannt) im Dickdarm staut, behindert das den venösen Blutstrom zum Herzen erheblich. Hinzu kommt, dass der harte Stuhl nur unter hohem Pressdruck entleert werden kann, und dieser Druck verschlimmert die Krampfadern zusätzlich und zieht oft sogar das Herz in Mitleidenschaft. Abgesehen von den wenigen Fällen, in denen die chronische Stuhlverstopfung durch eine Behandlungsbedürftige Krankheit entsteht, erklärt sie sich meist hauptsächlich oder aus schließlich aus der heute üblichen Zivilisationskost, die zu wenig Ballaststoffe enthält. Diese unverdaulichen Fasern sind vor allem in rohen pflanzlichen Lebensmitteln ausreichend enthalten, die in der üblichen Ernährung meist zu kurz kommen. Im Darm nehmen die Fasern Flüssigkeit auf, quellen und üben dadurch einen natürlichen Entleerungsreiz auf die Darmwand aus. Darüber hinaus erfüllen Ballaststoffe noch verschiedene andere wichtige Aufgaben, die zum Teil auch bei Krampfadern und ihren Komplikationen von Bedeutung sind; unter anderem beugen sie der übermäßigen Blutgerinnung vor, die zu Thrombosen und Embolien führen kann, und helfen mit bei der Normalisierung von Übergewicht. Wer unter Beinvenenkrankheiten leidet, muss ganz besonders darauf achten, dass seine Kost ausreichend Ballaststoffe enthält. Wer täglich regelmäßig 30-50 % der pflanzlichen Lebensmittel roh als frisches Obst, Salat und Rohkostplatten verzehrt, erhält normalerweise immer die notwendigen 30-50 g Ballaststoffe. Neben der Rohkost sollten auch noch Müsli, Frischkornbrei, Vollkorn- und Knäckebrot, Teigwaren aus vollem Korn, Hülsenfrüchte, Sauerkraut, Kohl, Kartoffeln und andere Gemüsearten verzehrt werden, die man roh nicht essen kann. Die Ernährung soll immer mehrere Obst- und Gemüsesorten enthalten, damit der Körper auch alle anderen lebenswichtigen Vitalstoffe erhält.

Ballaststoffreiche Ernährung beseitigt chronische Darmträgheit meist bald, auch wenn sie schon lange Zeit bestand. Wenn oft oder dauernd Abführmittel eingenommen wurden, kann eine regelrechte Entwöhnungskur nach fachmännischer Anweisung erforderlich werden, damit die eingetretenen Darmschäden ausgeheilt werden.

Mit der Beseitigung der chronischen Darmträgheit schafft man eine unentbehrliche Voraussetzung für die Besserung bestehender Beinvenenleiden oder deren Vorbeugung.

Übergewicht normalisieren

Auch die Beseitigung des Übergewichts gehört zur Vorbeugung oder Grundbehandlung von Krampfadern und anderen Beinvenenleiden. Nach der Normalisierung des Gewichts kann das Blut wieder schneller durch die Venen nach oben zum Herzen strömen; darüber hinaus führt die Ernährungsumstellung, die notwendig ist, um das Körpergewicht dauernd zu kontrollieren, gleichzeitig zur Normalisierung erhöhter Blutfett- und Blutgerinnungswerte, beugt also Thrombosen und Embolien vor.

Im allgemeinen kann Übergewicht durch die gleichen Maßnahmen verhindert oder behoben werden, die auch zur Beseitigung der chronischen Darmträgheit erforderlich sind. Die ballaststoffreiche Frischkost wirkt nämlich gut sättigend, enthält aber wenig Kalorien. Man kann davon kaum zu viel essen. Außerdem erreicht man durch Ballaststoffe, dass die kalorienhaltigen Nährstoffe - vor allem Fette - nicht vollständig ausgewertet werden. Das trägt gleichfalls viel mit zur dauerhaften Normalisierung des Körpergewichts bei. Und natürlich kommen die Veränderungen der Ernährung auch der Gesundheit allgemein zugute.

Ergänzt wird die Schlankheitskur durch ausreichend Bewegung; allein dadurch verbraucht man zwar kaum genügend Kalorien, um das Gewicht rasch genug zu normalisieren, aber durch die Anregung des Stoffwechsels erzielt man doch eine bessere Wirkung.

Medikamentöse Therapie

Die medikamentöse Behandlung der Krampfadern kann durch die bisher vorgestellten aktiven Therapiemaßnahmen zum Teil überflüssig werden, denn diese Hilfen wirken auf Dauer meist besser als viele Arzneimittel. Aber auch wenn Medikamente verwendet werden müssen, helfen sie nur dann optimal, wenn die aktive Grundbehandlung konsequent durchgeführt wird. Sonst »doktert« man nur an den Symptomen herum, ohne die Ursachen vollständig beseitigen zu können.

Die Behandlung erfolgt teils allein äußerlich durch Salben, Cremes und Lotionen, die in leichteren Fällen oft schon zufriedenstellend helfen. Häufig empfiehlt es sich aber, zusätzlich auch innerlich mit durchblutungsfördernden Medikamenten zu behandeln. Bevorzugt gebraucht man verschiedene Heilpflanzen und homöopathische Mittel, von denen auch bei Langzeitgebrauch keine unerwünschten Nebenwirkungen zu befürchten sind. Trotzdem sollten sie vom Fachmann verordnet werden, denn nur er kann zuverlässig genug beurteilen, welche Wirkstoffe sich im Einzelfall am besten eignen.

Es kann nicht oft genug betont werden, dass auch das beste Medikament die aktive Grundbehandlung, nicht ersetzen kann. Auch wenn sich Medikamente oft durch ihre rasch einsetzende Wirkung auszeichnen, beseitigen sie allein auf Dauer nicht die Ursachen der Beinvenenleiden. Zur Vorbeugung solcher Krankheiten sind sie im Allgemeinen überflüssig.

Verödung der Krampfadern

Die Wirkungsweise der Verödung (Sklerosierung) der Krampfadern ist rasch erklärt: Der Arzt spritzt ein Mittel in die Vene, das zu einer entzündlichen Reaktion der Venenwand führt; dabei verdickt sie sich und verschließt die Gefäßlichtung vollständig, es fließt kein Blut mehr durch, und folglich können auch keine Blutstauungen und Venenerweiterungen mehr auftreten. Nach der Verödung müssen mindestens 2 Wochen lang (die genaue Dauer bestimmt der Arzt) Kompressionsverbände angelegt werden. Während dieser Zeit bestehen auch Beschwerden, die denen bei einer Venenentzündung ähneln. Sie sind allerdings weniger stark ausgeprägt und leichter zu ertragen. Zu den möglichen, insgesamt aber seltenen Nebenwirkungen der Verödungsbehandlung gehören:

• Allergische Überreaktion auf das Verödungsmittel, die zum akut lebensbedrohlichen Kreislaufzusammenbruch (Schock) führt; auf diese sehr seltene Nebenwirkung ist der erfahrene Arzt aber vorbereitet und kann das Kreislaufversagen sofort beherrschen.

• Weit weniger bedrohlich als der allergische Schock, aber etwas häufiger als er ist die Entzündung des Gewebes in der Umgebung der Injektionsstelle; dazu kommt es, wenn das Verödungsmittel nicht in die Krampfader, sondern ins umgebende Gewebe gelangt. Der erfahrene Arzt kann diese unangenehme, Wochen bis Monate anhaltende Nebenwirkung durch entsprechende Vorsichtsmaßnahmen verhindern; außerdem sollte der Patient selbst dazu beitragen, indem er das Bein vollkommen ruhig hält, um ein Verrutschen der Kanüle während der Injektion zu vermeiden. Die seltenen und beherrschbaren Nebenwirkungen der Verödungsbehandlung sprechen nicht grundsätzlich gegen sie, wenn auf andere Weise keine zufriedenstellende Besserung erreichbar ist. Man darf freilich keine dauernde Heilung der Krampfadern davon erwarten.

Wenn im Anschluss an die Verödung keine aktive Nachsorgebehandlung über lange Zeit betrieben wird, besteht bei ungefähr 2/3 % der Patienten nach spätestens 6 Jahren (oft schon viel früher) der gleiche Zustand wie vor der Verödung. Deshalb sollte die Verödungsbehandlung nicht routinemäßig, sondern nur nach sorgfältiger Abwägung der Umstände des Einzelfalls angewendet werden.

Die chirurgische Behandlung wird durch die Verödung keineswegs immer überflüssig, wie viele Patienten hoffen. Zwar kann grundsätzlich jede Vene verödet werden, bei großen Venen beseitigt das Blut den Gefäßverschluss aber oft schon nach einigen Monaten, und der frühere Zustand stellt sich wieder ein. Deshalb sollte nur bei kleineren und vereinzelten Krampfadern verödet, in anderen Fällen aber chirurgisch behandelt werden.

Chirurgische Behandlung

Auch bei erfolgreicher operativer Behandlung der Krampfadern darf man keine Heilung der Ursachen erwarten. Zwar werden dabei die Krampfadern entfernt, aber Bindegewebsschwäche, Bewegungsmangel, Darmträgheit, Übergewicht und andere Ursachen bestehen nach wie vor. Sie müssen im Rahmen der Nachsorge durch aktive Mitarbeit des Patienten gebessert oder beseitigt werden, sonst treten Blutstauungen und Venenerweiterungen bald an anderen Stellen auf. Die chirurgische Entfernung der Krampfadern setzt voraus, dass sie nur die oberflächlichen Beinvenen betreffen und die tiefen Venen ungestört funktionieren. Sie können dann die 10% des Bluts, das vorher durch die entfernten oberflächlichen Venen strömte, problemlos zusätzlich aufnehmen. Wenn das tiefe Beinvenensystem nicht mehr voll funktionsfähig ist, kommt eine chirurgische Behandlung meist nicht in Frage, weil sonst die verbleibenden gesunden oberflächlichen Venen einen Teil des Bluts zusätzlich aufnehmen müssten. Diesem Blutandrang wären sie nicht gewachsen und würden bald zu Krampfadern entarten.

Da Krampfadern in den meisten Fällen die oberflächlichen Beinvenen betreffen, spielt diese Einschränkung in der Praxis nur eine untergeordnete Rolle. Vor der Operation wird durch Röntgenkontrastuntersuchung (Phlebographie) des Venensystems geprüft, ob die tiefen Venen intakt sind. Der chirurgische Eingriff kann in Vollnarkose erfolgen, oft bevorzugt man aber die schonende örtliche Anästhesie. Dazu wird ein Betäubungsmittel in den Wirbelkanal gespritzt, das die gesamte untere Körperhälfte schmerzunempfindlich macht. Die Entscheidung über die Narkose liegt - nach umfassender Information durch den Narkosefacharzt - im Allgemeinen beim Patienten.

Zur Entfernung der Krampfadern muss nicht das ganze Bein aufgeschnitten werden. Dank einer modernen Operationstechnik, die als Varizenstripping bezeichnet wird, genügen in der Regel 2 kleine Schnitte. Zunächst wird die betroffene Vene oben abgebunden und durchtrennt. Dann setzt man an ihrem anderen Ende einen 2. Schnitt und führt durch ihn eine Spezialsonde ein. Sie wird durch die Krampfader nach oben geschoben, bis sie durch den 1. Schnitt heraustritt. Auf die Spitze der Sonde schraubt man nun einen Knopf und zieht sie dann mit der Vene, die von diesem Knopf festgehalten wird, nach unten durch den 2. Einschnitt heraus. Kleinere Krampfadern, die meist neben großen bestehen, werden durch kleine Hautschnitte herausgezogen. Zum Teil können sie aber auch verödet werden. Wie jede Operation weist auch die chirurgische Behandlung der Krampfadern ein gewisses Risiko auf, das aber insgesamt als gering beurteilt wird. Thrombosen und Embolien, wie sie nach jeder Operation auftreten können, lassen sich durch vorbeugende Arzneimittel mit gerinnungshemmender Wirkung weitgehend vermeiden oder wirksam bekämpfen; dazu kann auch der Patient viel beitragen, indem er nach Anweisung des Arztes so früh wie möglich mit Bewegungsübungen beginnt, um den venösen Blutstrom anzuregen. Die Schmerzen nach der Operation sind erträglich und lassen sich durch Medikamente zufriedenstellend lindern, und auch das Ziehen der Fäden verursacht keine stärkeren Schmerzen mehr. Viele Patienten erschrecken, wenn nach der Operation zum ersten Mal die Verbände gewechselt werden. An der Stelle der Krampfadern bestehen ausgedehnte Blutergüsse. Diese verschwinden aber bald vollständig.

Als lästig empfinden viele Patienten noch das Tragen der Kompressionsstrümpfe, die ungefähr 4 Monate lang erforderlich sind. Danach sind bei komplikationslosem Verlauf aber alle Symptome überwunden, und es besteht kein Anlass mehr, die vor allem bei warmem Wetter unangenehmen Spezialstrümpfe zu tragen. Die aktive Nachbehandlung durch ausreichend Bewegung und andere Maßnahmen zur Überwindung der Ursachen, die mit der Operation nicht beseitigt wurden, muss so früh wie möglich beginnen; aber nicht ohne Erlaubnis des Therapeuten, sonst könnten Komplikationen auftreten.

Die chirurgische Behandlung bewährt sich also bei größeren Krampfadern, die nicht verödet oder auf andere Weise zufriedenstellend gebessert werden können. Die Erfolgsaussichten sind dann günstig, wenn die Nachsorge konsequent ausreichend lange durchgehalten wird.